Traktionswechsel beim Sägewerk Streit

Sägewerk Streit/Hausach: Traktionswechsel von Diesel- zu E-Staplern mit Kalmar-Performance gelungen

Das 6.000 Einwohner-Städtchen Hausach, im schönen Schwarzwälder Kinzigtal, 35 km südöstlich von Offenburg gelegen, ist seit 1865 Heimat des familiengeführten Sägewerkes Streit. Das 100-Mitarbeiter-Unternehmen unter Leitung von Klaus Henne ist auf Schnittholzprodukte bis zu 300 x 300 mm und bis zu 9.500 mm Länge spezialisiert. Resourcenschonung, Energiebilanz, TCO und mehr Komfort für die Fahrer gaben den Ausschlag ab Mitte 2018 die älteren Kalmar-Dieselstapler gegen Elektro-Stapler der neusten ECG-Generation auszutauschen. Dazu Geschäftsführer Henne: „Wir wollten unseren Green Footprint verbessern und ein klares Zeichen setzen, denn Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, sehr umweltfreundlich und immer stärker nachgefragt – da sollte unser großer Stapler-Fuhrpark nicht hintenanstehen“. Trotz des höheren Anschaffungspreises amortisiert sich der E-Stapler nach nur zwei Jahren. Kombiniert mit Einsparungen durch weniger und kürzeren Stillstand, schnellere Wartung und längerer Lebensdauer wird dieser Stapler zu einer sehr attraktiven Investition.

Christof Steuerwald ist Betriebsleiter und betont, dass der Schwerpunkt der Produktion kundenorientierte und Spezialabmessungen nach Kundenwunsch. Man ist nicht nur auf Standardware spezialisiert, was den Hausachern eine sichere Marktposition und einen Exportanteil von über 80% beschert.

Rund 370.000 fm Hölzer aus 100 km Umkreis werden jährlich verarbeitet. Nachhaltigkeit und Umweltschutz haben das Sägewerk zum Traktionswechsel bewogen. Sämtliche Kalmar-Dieselstapler werden sukzessive durch E-Stapler gleicher Leistungsklasse ersetzt. Dazu Steuerwald. „Nicht nur die Betriebskosten sind deutlich niedriger, auch die Fahrer loben Komfort und Ruhe in den Maschinen. Die Stapler sind noch feinfühliger als die Dieselgeräte und wir können Hub-/Senk-Geschwindigkeit und andere Parameter selbst einstellen – ein großer Vorteil.“ Eine moderne Ladestation mit HF-Ladern und teilweise drei Batterien pro Stapler wurde eingerichtet – Standard-Akkus sind aus Sicht von Streit die geeigneten Energiespender. Bei der Umstellung mussten Stapler, Batterien und HF-Ladetechnik sorgsam aufeinander abgestimmt werden um die hohen Umschlagvorgaben von Sägewerk Streit umzusetzen.

Aufgabe der bis zu 2.000 Stunden pro Jahr leistenden Frontstapler ist das Handling in der Produktion, die Beladung von Lastwagen, das Beschicken der Trockenkammern, sowie Sortier- und Kommissionierarbeiten. Die Stapler arbeiten mit Wechselbatterien – insgesamt sind derzeit 14 Batterien im Einsatz. Im Leistungseinsatz werden die Geräte voll gefordert – im vom Fahrer wählbaren Eco-Modus sinkt der Energieverbrauch um 15 % im Vergleich zur Vorgängerserie.

Zuständiger Händler für den Raum Schwarzwald ist das Staplercenter Pieckert aus Empfingen. Pieckert und sein Team haben die Stapler ganz nach Kundenwunsch konfiguriert. 4.500 mm Hubhöhe, Messergabeln, Zinkenversteller und Seitenschieber, Türhalter, SpiritDelta-Kabine mit getönten Scheiben, Rundumkennleuchte und Zusatzscheinwerfer, Rückwärtsfahrtsignal, Schmutzfänger und Dachfenster mit Scheibenwischer sind die wichtigsten Ausstattungsdetails. Die Frontstapler arbeiten auf dem 7 ha großen Gelände unter verschärften Platzbedingungen, denn ein Sägewerk dieser Leistung ist hier auf vergleichsweise geringem Platz realisiert. Wegen der teilweise langen Fahrwege von bis zu 500 m sind die Vorderachsen luftbereift (mehr Komfort).

Steuerwald betont, dass Wartungs- und Servicearbeiten in der eigenen Werkstatt durchgeführt werden, UVV-Prüfung und größere Durchsichten übernehmen die Monteure von Staplercenter Pieckert. Dazu Christof Steuerwald: „Die Qualität der Stapler zeigt sich erst im Laufe der Jahre, wir setzen noch drei Dieselstapler aus dem Jahr 2005 ein, und zwar ohne den Austausch größerer Komponenten.“

Ausgerüstet mit Michelin XZM-Reifen und genau bei Betriebs- und Treibstoffkosten überwacht, kann Steuerwald seine Flotte gut monitoren und weiß die schwedische Technik zu schätzen. Faktoren wie Verfügbarkeit, Technik, Servicequalität durch den Händler, Wiederverkaufswert und die exakte Anpassung an die Bedürfnisse eines Hochleistungssägewerkes machen die Stapler langfristig zu unverzichtbaren Teilen der Produktionskette.